ChatGPT – Retter in der Not oder das Ende der Kreativität?

Mai

15

0 comments

"ChatGPT ist wie Skynet"

"ChatGPT ist möglicherweise gefährlicher als Nuklearwaffen"

"ChatGPT wird uns alle zu seinen Haustieren machen"

Solche Sätze hört und liest man seit Erscheinen von ChatGPT immer wieder. Die wahrscheinlich größte Sorge aber dürfte allerdings aktuell noch immer sein: "ChatGPT nimmt uns die Arbeitsplätze weg".

Tja, was soll ich sagen...so unrecht haben diese Menschen damit nun wirklich nicht.

ChatGPT hat bereits etliche Existenzen gekostet. So schätzt  ein Bericht von Goldman Sachs etwa, dass 300 Millionen Arbeitsplätze weltweit von AI wie ChatGPT bedroht sind.

Und auch wenn das jetzt nach ganz tollen Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerung und mehr Profit für Unternehmen klingt, ist es doch mehr als fragwürdig, ob Unternehmen tatsächlich von ChatGPT nur profitieren werden oder ob es nicht etwa auch seine Schattenseiten hat, Mitarbeiter einfach durch Roboter zu ersetzen.

Die Frage ist also: Ist ChatGPT nun ein Segen oder vielleicht nicht sogar ein Fluch für Unternehmen? Schauen wir uns mal die Argumente für und wieder an.

Aber zuerst einmal das:

ChatGPT - Eine kurze Wiederholung 

Keine Ahnung, ob ich es wirklich tun muss. Ich nehme mal an, ich trage Eulen nach Athen.

Aber ich mache es gerne, weil: Vielleicht sind Sie ja ganz frisch dabei (wenn nicht ignorieren Sie diesen Teil einfach).

Also hier eine kurze Auffrischung: ChatGPT ist eine KI-Technologie von OpenAI, die für Unternehmen menschenähnliche Texte verfassen, Fragen beantworten und Informationen auswerten kann. Damit ist ChatGPT die Antwort auf eine Frage, die sich die Menschheit seit Jahrtausenden stellt: Wie können wir uns das Leben noch einfacher machen?

Und das ist ja erst einmal schön und führt uns an diesen Ort hier:

Die sonnige Seite von ChatGPT

Ja, es gibt viele Gründe, ChatGPT zu lieben. Hier sind einige davon:

  1. Effizienzsteigerung: ChatGPT kann Ihnen helfen, Zeit und Ressourcen zu sparen, indem es all die lästigen Aufgaben übernimmt, die Ihnen den Tag vermiesen. E-Mails beantworten? Kein Problem! Recherchen durchführen? Einfach wie nie zuvor!
  2. Kundenservice: Mit ChatGPT an Ihrer Seite ist Ihr Kundenservice rund um die Uhr einsatzbereit, ohne dass Sie auch nur einen Finger rühren müssen. Und das Beste daran? Ihre Kunden werden den Unterschied kaum bemerken!
  3. Kreativität: ChatGPT ist ein wahrer Tausendsassa, wenn es um das Entwickeln neuer Ideen geht. Sie wollen einen witzigen Werbespot? Oder vielleicht einen unvergesslichen Slogan? Fragen Sie einfach ChatGPT – Sie werden staunen, was diese KI alles auf Lager hat (je nachdem, WIE Sie fragen, können Sie aber auch ziemlich enttäuscht werden...).

So weit, so gut. Allerdings können sie es sich schon denken: Wo Licht ist, da ist der Schatten nicht weit...

Die dunkle Seite von ChatGPT 

Wenn Sie mich schon kennen, werden Sie es bereits wissen: Ich bn kein Schwarzseher. 

Gleichzeitig möchte ich aber auch mit Sicherheit nicht die Gefahren von ChatGPT verharmlosen.

Allerdings ist hier nicht der Platz dafür, en detail alle Probleme darzustellen, die Sie noch VOR dem Einsatz von ChatGPT in Ihrem Unternehmen kennen müssen.

Das habe ich in meinem neuen Buch "GPTeconomy - Wie Sie mit ChatGPT und cleverem Prompt Engineering die Effizienz Ihres Unternrehmens verdoppeln und Ihren Wettbewerbern vorauseilen" gemacht.  

Sie finden dort sowohl legale Probleme, die der Einsatz von ChatGPT in Ihrem Unternehmen bereiten kann als auch technische Probleme (beide geben Ihnen möglicherweise Zugang zu einer neuen Dimension von Schwierigkeiten, die Sie lieber nicht kennenlernen möchten...).

Für diesen Blog-Post beschränke ich mich wirklich nur auf die wichtigsten Probleme.

Diese sind:

  1. Datenschutz: ChatGPT kann zwar jede Menge Dinge, aber kann es auch vertrauliche Informationen sicher verarbeiten? Und wie sieht es mit dem Schutz Ihrer Kundendaten aus? Fragen, die nicht unbeantwortet bleiben sollten.
  2. Kreativitätskiller: Wenn ChatGPT alles für uns erledigt, was bleibt dann noch für uns Menschen zu tun? Könnte die KI unsere eigene Kreativität und Innovationskraft hemmen, indem sie uns die Arbeit abnimmt?
  3. Arbeitsplatzverlust: Wieviele Arbeitsplätze werde  durch den Einsatz von ChatGPT verloren gehen? Die Angst vor einer AI-Dominanz in der Arbeitswelt ist berechtigt, real und sollte ernst genommen werden.

Das klingt jetzt alles wirklich nicht mehr so nett wie zu Beginn, oder?

Auf jeden Fall können wir schon mal festhalten, dass ChatGPT sehr wahrscheinlich kein "Segen" ist. 

Und lassen Sie mich Ihnen bitte noch eine weitere Sache aus eigener bitterer Erfahrung sagen: Die Hoffnung, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter nur noch die "kreativen Aufgaben" erledigen lässt, während ChatGPT sich ausschließlich um die langweiligen Routine-Aufgaben kümmert, ist ausgesprochen naiv. Denn gerade das ist ja der Witz an ChatGPT: Dass es eben kreative Auufgaben lösen kann, die zuvor nur von Menschen erledigt werden konnten.

Und natürlich weckt das die Begierde besonders gieriger Unternehmen, ihre lästigen Kreativ-Mitarbeiter von denen man sowieso nie so richtig was gehalten und an deren Beitrag man sowieso nie so richtig geglaubt hat, einfach auf die Straße zu setzen und durch ChatGPT zu ersetzen...

Insofern sind diese Ängste durchaus berechtigt.

Auch wenn sich kaum ein Unternehmen traut, das offziell auszusprechen.

Nach so viel Negativität stellt sich jetzt natürlich die Frage:

Gibt es ein Leben nach ChatGPT? 

Oder anders formuliert: Wie können wir ChatGPT sinnvoll einsetzen, ohne dabei unsere Kreativität, unseren Datenschutz und unsere Arbeitsplätze zu gefährden? Nun, wenn cih das wüsste, würde ich in die Politik gehen und die Welt retten.

Bin ich aber nicht.

Ich kann Ihnen aber nur ein paar Maßnahmen für Ihr Unternehmen empfehlen, mit denen Sie zumindest die größten Probleme umschiffen können:

  1. Nehmen Sie den Datenschutz ernst: Achten Sie darauf, dass Sie ChatGPT sicher und datenschutzkonform einsetzen. Klären Sie, welche Daten ChatGPT verarbeiten darf und welche nicht. Ein offener Dialog mit Kunden und Mitarbeitern ist hierbei unerlässlich.
  2. Fördern Sie die Kreativität in Ihrem Unternehmen: Nutzen Sie ChatGPT als Inspirationsquelle und Ergänzung, anstatt es als Ersatz für menschliche Kreativität zu sehen. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter weiterhin an Projekten arbeiten und kreative Ideen einbringen – vielleicht sogar in Zusammenarbeit mit ChatGPT.
  3. Erhalten Sie bitte Ihre Arbeitsplätze: Setzen Sie ChatGPT gezielt ein, um Arbeitsabläufe zu optimieren und den Druck von Ihren Mitarbeitern zu nehmen. Aber vergessen Sie nicht, dass Menschen immer noch für das menschliche Element, die Empathie und die emotionale Intelligenz verantwortlich sind. ChatGPT kann eine wertvolle Ergänzung sein, aber sie sollte nie den Menschen ersetzen.

Der ultimative Leitfaden für den erfolgreichen Umgang mit ChatGPT 

Falls Sie jetzt immer noch auf der Suche nach Antworten sind, empfehle ich Ihnen mein Buch "ChatGPT für Unternehmen - Wie Sie mit cleverem Prompt Engineering die Effizienz Ihres Unternehmens vervielfachen". In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, wie Sie ChatGPT gewinnbringend in Ihrem Unternehmen einsetzen, ohne dabei die oben genannten Risiken außer Acht zu lassen. Also, worauf warten Sie noch? Schnappen Sie sich das Buch und machen Sie sich bereit, die Welt der KI zu erobern – aber auf verantwortungsvolle Weise!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Freude bei der Entdeckung der Möglichkeiten, die ChatGPT Ihnen und Ihrem Unternehmen eröffnet. Und denken Sie stets daran: KI ist ein mächtiges Werkzeug, aber letztendlich sind wir Menschen es, die die Richtung vorgeben. Nutzen Sie diese Macht weise!

Lesedauer 4 Minuten

Über Emilian Buza, den Autor

Emilian Buza ist Autor von "GPTeconomy - Wie Sie mit ChatGPT und cleverem Prompt Engineering die Effektivität Ihres Unternehmens verdoppeln können".

>
Consent Management Platform von Real Cookie Banner